Nichtoffener freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb
Stadt Altenburg
2. Preis
08/2025
Leitidee „Die grünen Perlen von Altenburg“
Altenburg besticht durch seine historischen Perlen, den Große und der Kleine Teich, das Schloss mit Teehaus, das Stadttheater und der Kunstturm mit der daneben liegenden Fischhälterei. Im Zuge der Ausrichtung der Landesgartenschau 2030 werden grüne Perlen in das Stadtgefüge eingefügt und entlang der blauen Flut mit den historischen Perlen zu einem Gesamtkonzept, den „Grünen Perlen am Blauen Faden“ verwebt. Die beiden prägenden Gewässer Großer und Kleiner Teich rücken in den Mittelpunkt, erhalten neuen Wert und werden erlebbar gemacht. Dazu werden die Uferpromenaden nach historischem Vorbild wiederhergestellt und die Uferbereiche zugänglich gestaltet. Neue Grünflächen entlang der Blauen Flut wie z.B. der Schmuckplatz, die Öffnung der Historischen Fischhälterei, der Pocketpark an der Blauen Flut und die Regengärten schaffen ein Grünes Band, das sich bis zum Schloss zieht und die Verknüpfung sämtlicher Ausstellungsbereiche herstellt.
Der Große Teich bildet das Herzstück des Landesgartenschaugeländes sowie der zukünftigen Grünanlagen von Altenburg. Durch die Neuordnung der Verkehrs- und Parkierungsanlagen entsteht ein grüner Rahmen um den Teich, der die vorhandenen und teilweise unter Denkmalschutz stehenden Anlagen mit den neuen Parkerweiterungen zu einem zusammenhängenden Park verbindet. Entréeplätze binden den neuen Park in das Stadtgefüge ein und verknüpfen die verschiedenen Freiflächen und Gärten miteinander. Treppen und Sitzstufen am Wasser machen das Wasser erlebbar, ein begleitender Info- und Erlebnispfad macht die Geschichte der historischen Wasseranlagen erfahrbar.
Im Südlichen Bereich entsteht ein neuer Spiel- und Sportpark als Übergang in die offene Park- und Wiesenlandschaft. Im zentralen Bereich wird ein großer Wasserspielplatz angelegt. So wird das prägende städtebauliche Element Wasser durch Zugänglichkeit und Interaktion ergänzt.
Die Promenade am Großen Teich wird nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Der Weg entlang des Ufers erhält eine wassergebundene Wegedecke. Das Motiv der Bäume auf dem Weg wird in Form einer dezenten Stahlbandeinfassung wieder aufgegriffen und zum prägenden und identitätsstiftenden Element der neuen Promenade. Auf der wasserabgewandten Seite wird ein robustes Band in einem Natursteinpflasterbelag vorgeschlagen, dass farblich zur wassergebundenen Decke passt. Dieses stellt die barrierefreie Wegeverbindung her und integriert großzügige Sitzbänke in die Szenerie. Der Baumbestand wird erhalten und durch die entsprechenden Arten ergänzt.
Im Schlosshof können temporäre Ausstellungen zu den Themen Kübelpflanzen und Pflanzenverwendung in historischen Gärten angesiedelt werden. Im umgebenden Schlossgraben werden die „Giardini segreti“, von Künstlern aus der Region gestaltete Gärten angelegt. Diese können nach Anmeldung bzw. im Rahmen von besonderen Events besichtigt werden. Im benachbarten Teehaus kann die vorhandene Gastronomie einbezogen werden. Auch hier finden wir weitere temporäre Gärten zu einzelnen Pflanzenthemen, wie Rosen, Lilien usw.