Einphasiger, offener Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil
Stadt Lauterecken
2. Preis
06/2026
"Platzdialog an der Glan“
Der Bereich rund um den „Platz am Kreuz“ ist heute vor allem durch Verkehrsflächen geprägt. Fahrbahnen, Stellplätze und technische Infrastruktur dominieren den Stadtraum, während qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche weitgehend fehlen. Die Hauptstraße wirkt trennend und verhindert eine klare räumliche Verbindung zwischen den unterschiedlichen Platzbereichen sowie zur Glan. Trotz seiner zentralen Lage besitzt der Ort derzeit nur geringe Aufenthaltsqualität und wird seiner Bedeutung als Eingang und Mittelpunkt des westlichen Stadtteils nicht gerecht.
Die Neugestaltung des „Platzes am Kreuz“ bietet die Chance, auf der westlichen Seite der Glan einen neuen urbanen Schwerpunkt zu schaffen und diesen Teil Lautereckens nachhaltig aufzuwerten. Ziel ist die Transformation der heute stark verkehrsgeprägten Situation in einen identitätsstiftenden Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig entsteht ein neuer räumlicher Bezug zur historischen Altstadt
Gemeinsam mit dem Platz am Untertor entwickelt sich ein „Platzdialog an der Glan“, der beide Stadträume miteinander verbindet und die Glan als identitätsprägende Mitte Lautereckens erlebbar macht.
Grundlage des Konzeptes ist die Neuordnung der Hauptstraße. Die Fahrbahn wird auf 6,50 Meter reduziert und dadurch deutlich beruhigt. Hochwertige Natursteinbeläge stärken die Aufenthaltsqualität und werten den Straßenraum gestalterisch auf. Kleine Platzsituationen an der Bundesstraße und der Bahnhofstraße fungieren als „Trittsteine in die Stadt“ und schwächen durch überpflasterte Fahrbahnbereiche den Straßencharakter zusätzlich ab.
Ein zentraler Bestandteil des Entwurfes ist die stärkere Einbindung der Glan in das Stadterlebnis. Zwischen Glanbrücke und Polizeigebäude entsteht ein kleiner Platz am Wasser mit Sitzstufen, die direkten Kontakt zur Glan ermöglichen und neue Blickbeziehungen zur Landschaft und Altstadt eröffnen. Die Vorfläche des Polizeigebäudes wird in die Gestaltung integriert und durch zusätzliche Aufenthaltsangebote ergänzt.
Auch auf der westlichen Brückenseite wird die Glan erlebbar gemacht. Das bestehende Blumengeschäft erhält eine Fläche für Außengastronomie und kann sich zu einem „Blumencafé“ entwickeln. Ein neuer Balkon an der Glan mit robuster Sandsteinmauer sowie Sitzstufen aus Sandstein schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualität mit Blick auf die Altstadt.