Stadtwerke Herrenberg
WasserWerkstatt, Polyplan und Hess + Raab Architekten
03/2013 - 11/2014
02/2024 - 05/2015
ca. 29 ha
Das neue Freibad in Herrenberg wurde weitgehend auf der bisherigen Trasse der Erschließungsstraße zum Parkplatz der Schulen im Gutleuthaustal erschlossen.
Auf dem Vorplatz des Freibades mündet der Steg über das Gutleuthaustal. Der Vorplatz bietet eine angenehme Aufenthaltsmöglichkeit, etwa beim Warten auf Freunde.
Die gewünschte kurze Wegeverbindung vom Eingang des Hallenbades zum Eingang des Freibades wurde in die Planung integriert.
Der Platz setzt sich gestalterisch in das Freibad hinein fort. In den Zaun wurden der Eingang mit Drehkreuz, ein separater Zugang für Kinderwagen und Rollstühle sowie das Ausgangsdrehtor integriert.
Der Wasserspielbereich liegt am Weg, der südlich um das Kinderbecken herum zum Schlechtwettereingang am Haupteingang des Hallenbades führt. Eine direkte Abkürzung mit Stufen verläuft nördlich des Kinderbeckens. Rund um den Wasserspielbereich entstanden neben geneigten Rasenflächen Sitzstufen und Sitzsteine mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die Liegewiesen wurden abwechslungsreich modelliert, um unterschiedliche Raumeindrücke und Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. An der Kante zum Beckenumgang wurden komfortable Sitzstufen angelegt, die sich aufwärmen und über den Tag hinweg angenehme Sitzmöglichkeiten bieten.
Der Beckenumgang wurde gepflastert. In Teilbereichen am Schwimmer- und Sprungbecken kamen Holzdecks zum Einsatz. Großformatige polygonale Betonplatten trennen das Schwimmerbecken von der Aquakultur. Der Belag des Beckenumgangs wurde unter das Dach des Freibadgebäudes und in alle Zwischenbereiche fortgeführt. Lediglich in den einzelnen Gebäudekuben kamen Bodenbeläge in Hochbauqualität zum Einsatz. Entlang der Aquakultur entstand zusätzlich eine Sitzkante aus Betonquadern.
Die Spielfelder im Gutleuthaustal liegen etwa 1,5 bis 2 Meter unterhalb der Badeplatte. Der Bolzplatz wurde als einfaches Rasenspielfeld ohne speziellen Sportplatzaufbau ausgeführt. Das Beachvolleyballfeld erhielt einen Belag aus Quarzsand, die Boulebahn eine wassergebundene Decke.
Neben der Erschließung über Wege sind auch alle weiteren Einrichtungen der Freianlagen barrierefrei erreichbar. Der Zugang ins Wasser erfolgte über eine Rampe mit 5 % Neigung. Die erforderliche Rutschhemmung wird durch eine entsprechende Oberflächenbearbeitung sichergestellt. Der Strand wurde flach geneigt (1:10) hergestellt, die großen Felsen sollen zum darauf liegen und Verweilen einladen.
In den Randbereichen der Becken wurden zahlreiche Spiel- und Erlebnisangebote für alle Altersgruppen integriert. Entlang der nördlichen Kante der Landzunge bilden Betonfertigteile eine Felskante nach, die teilweise auch als Sitzmöglichkeit am Wasserrand dient. Die Wasserhöhle mit Wasserfall wurde gestalterisch an diese Felskante angelehnt und ebenfalls aus geformten Fertigteilen hergestellt beziehungsweise verkleidet. Auch die Kletterwand im Nichtschwimmerbecken folgte dieser Gestaltsprache. Die Regendusche wurde als Fläche mit Edelstahlröhren und Tropfdüsen ausgeführt und bietet an heißen Tagen eine besonders erfrischende Spielmöglichkeit. Das Kinderplanschbecken wurde als Gletschersee konzipiert, der aus Eisschollen gespeist wird, die auf Natursteinfelsen aufliegen.
Das Wasser für den Wasserlauf mit Matschbereich entspringt einem Quellstein. Entlang des Wasserlaufs, der von Natursteinfelsen gesäumt und mit einem farbenfrohen Polyurethan-Sportbelag gestaltet wurde, entstanden zahlreiche Spielmöglichkeiten wie Stauwehre und weitere Attraktionen. Im flach geneigten Mündungsbereich lädt Sand zum Matschen ein. Hier wurde zusätzlich eine Dusche für die Kleinsten vorgesehen.